B-B-Rundbrief März 2026 – Informationen für ein weltoffenes Brandenburg

B‑B-Rundbrief März 2026

Informationen für ein weltoffenes Brandenburg

In dieser Ausgabe:

  • Ent­wick­lungs­po­li­tik im Land­tag: Seid dabei!
  • Starke Zivil­ge­sell­schaft statt NGO-Dis­kre­di­tie­rung in Brandenburg
  • BMZ streicht För­de­rung der Baru­ther Schlossgespräche
  • Han­dys sam­meln in der Fastenzeit
  • Stu­die: Ras­sis­mus in Behörden
  • Stra­te­gie­tref­fen der (ost­deut­schen) Zivilgesellschaft

Mit­tei­lun­gen, Hin­weise, Bestellung/​Abbestellung: rundbrief@venrob.de

VENROB aktuell

WICHTIG!!! Präsenz zeigen im Landtag! 

Am 12. März geht es um bran­den­bur­gi­sche Ent­wick­lungs­po­li­tik – gro­ßes Publi­kum erwünscht. Der Aus­schuss für Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten und Ent­wick­lungs­po­li­tik hat zum Fach­ge­spräch „Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit im glo­ba­len und regio­na­len Kon­text“ ein­ge­la­den. Das Lan­des­netz­werk VENROB wird dazu als Expert*in ange­hört: Wir kämp­fen für den Erhalt unse­rer Struk­tu­ren, ins­be­son­dere für das Promotor*innen-Programm und den För­der­topf für ent­wick­lungs­po­li­ti­sche Pro­jekte. Kommt zahl­reich und bringt wei­tere Unterstützer*innen mit – es geht um die Zukunft unse­rer gemein­sa­men Arbeit! Der AEE tagt ab 10 Uhr im Land­tag (Raum 2.050 a/​b). Für den Besuch ist eine Anmel­dung erfor­der­lich (ausschussaee@landtag.brandenburg.de, Tel. 0331 /​ 966 11 41). Bitte auch eine Info an VENROB, wenn Ihr Euch ange­mel­det habt (info@venrob.de). Die Sit­zung kann ebenso via Live­stream oder im Nach­hin­ein in der Media­thek des Par­la­ments ver­folgt werden.

Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft! 

Ange­sichts aktu­el­ler Debat­ten über die För­de­rung zivil­ge­sell­schaft­li­cher Arbeit in Bran­den­burg haben zahl­rei­che Orga­ni­sa­tio­nen dar­un­ter auch der VENROB ein gemein­sa­mes State­ment ver­öf­fent­licht. Die Kernbotschaften:

  • Unver­zicht­bar: Ob in der poli­ti­schen Bil­dung, im Umwelt­schutz oder der Glo­ba­len Gerech­tig­keit – das Enga­ge­ment tau­sen­der Ehren­amt­li­cher ist eine tra­gende Säule unse­rer Demo­kra­tie und stärkt den Zusam­men­halt, gerade im länd­li­chen Raum.
  • Wir­kungs­voll: Staat­li­che För­de­rung ist kein Selbst­zweck, son­dern ermög­licht eigen­stän­di­ges Han­deln. Jeder inves­tierte Euro ent­fal­tet durch das Ehren­amt eine weit über­pro­por­tio­nale gesell­schaft­li­che Wirkung.
  • For­de­rung: Wir erwar­ten von der Lan­des­po­li­tik eine sach­li­che, fak­ten­ba­sierte Debatte sowie eine lang­fris­tig ver­läss­li­che Finan­zie­rung demo­kra­ti­scher Strukturen.

Eine wehr­hafte, plu­rale Demo­kra­tie braucht Men­schen, die sich ein­mi­schen und Ver­ant­wor­tung über­neh­men – gegen Dis­kri­mi­nie­rung, Hass und Ausgrenzung.

Das kom­plette State­ment haben wir auf der VEN­ROB-Web­site veröffentlicht.

Zum Vormerken für Mitglieder:

Die nächste VEN­ROB-Mit­glie­der­ver­samm­lung ist für den 21. Novem­ber 2026 geplant. Sie soll mit einer Zukunfts­werk­statt ver­bun­den wer­den, deren Thema noch nicht feststeht.

Wir brau­chen Unter­stüt­zung:
VEN­ROB-Spen­den­konto: GLS Bank,
IBAN DE14 4306 0967 1330 7360 00,
BIC: GENODEM1GLS.

Folgt uns:

VENROB e.V.

@brandenburglobal

Brandenburg

BMZ streicht För­de­rung der Baru­ther Schloss­ge­sprä­che! Die renom­mierte, fach­lich tief­grün­dige und im länd­li­chen Bran­den­burg ein­ma­lige Gesprächs­reihe zur Nach­hal­tig­keit im Land Bran­den­burg steht vor dem Aus. Nach Aus­kunft der Ser­vice­stelle Kom­mu­nen (SKEW) in der Einen Welt bei Enga­ge­ment glo­bal hat das BMZ keine Mit­tel für die dies­jäh­rige Ver­an­stal­tung bewil­ligt. Die SKEW selbst könne das Ange­bot nicht aus eige­nen Mit­teln finan­zie­ren. Ob andere Insti­tu­tio­nen die Reihe in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Baruth/​Mark, die sich immer enga­giert ein­ge­bracht hatte, wei­ter­füh­ren kön­nen, ist noch völ­lig unge­klärt. Seit 2016 tref­fen sich jähr­lich Enga­gierte aus Bran­den­bur­ger Kom­mu­nen, Zivil­ge­sell­schaft und Lan­des­po­li­tik zu den Baru­ther Schloss­ge­sprä­chen für eine Nach­hal­tige Ent­wick­lung in Bran­den­burg. Erst im Novem­ber wurde das zehn­jäh­rige Bestehen der Reihe began­gen. Der VEN­ROB-Gestal­tungs­kreis will über die The­ma­tik beraten.

Die Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus wer­den 2026 erst­mals in Bran­den­burg eröff­net. Die Aktion unter dem Motto „100 % Men­schen­würde. Zusam­men gegen Ras­sis­mus und Rechts­extre­mis­mus“ fin­det vom 16. bis 29. März statt und wird von der Koor­di­nie­rungs­stelle Tole­ran­tes Bran­den­burg betreut. Infos und Motive zur Öffent­lich­keits­ar­beit z.B. in sozia­len Medien ste­hen auf der Akti­ons-Home­page bereit.

Fas­ten­zeit = altes Handy abge­ben. In der Zeit bis Ostern unter­stüt­zen viele Gemein­den und Ein­rich­tun­gen der evan­ge­li­schen Kir­che in Bran­den­burg die Han­dy­sam­mel­ak­tion von INKOTA. Die Sam­mel­stel­len ste­hen online – oder man macht eine eigene Sam­mel­stelle auf. Die alten Han­dys wer­den anschlie­ßend fach­ge­recht recy­celt, Daten wer­den gelöscht und die Res­sour­cen weiterverwendet.

Ver­eine und freie Trä­ger der poli­ti­schen Bil­dung aus ganz Bran­den­burg haben am 12. Februar in der Bran­den­bur­gi­schen Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung über die aktu­elle Pra­xis poli­ti­scher Bil­dungs­ar­beit dis­ku­tiert. Anlass war das 50-jäh­rige Jubi­läum des Beu­tels­ba­cher Kon­sen­ses, der bis heute den zen­tra­len Ori­en­tie­rungs­rah­men der poli­ti­schen Bil­dung bildet.

Diplo­ma­ten aus Län­dern des glo­ba­len Südens haben Bran­den­burg besucht. In einem Gespräch im Land­tag infor­mierte sich die Dele­ga­tion über die Auf­ga­ben­ver­tei­lung zwi­schen Bund und Län­dern im deut­schen Föde­ra­lis­mus. Emp­fan­gen wur­den die Gäste von Vize­prä­si­den­tin Jouleen Gruhn und Johan­nes Funke, Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses für Europa und Entwicklungszusammenarbeit.

Bil­dungs­pro­jekte zu den 17 UN-Nach­hal­tig­keits­zie­len (SDG) der Agenda 2030 kön­nen 2026 wie­der För­der­mit­tel über das SDG-Pro­gramm bei der Stif­tung Nord-Süd-Brü­cken erhal­ten. Antrags­be­rech­tigt sind ein­ge­tra­gene, gemein­nüt­zige Ver­eine mit Ver­eins­sitz in Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Thü­rin­gen oder Berlin..

Seit 20 Jah­ren gibt es die Öko­film­tour, das Bran­den­bur­gi­sche Fes­ti­val des Umwelt- und Natur­films. Noch bis Mitte April prä­sen­tiert sie ein Pro­gramm in bis zu 70 Spiel­stät­ten in Bran­den­burg. Abschluss bil­det die Preisverleihung.

 

VENROB-Mitglieder

Zen­tral­afrika e.V. berei­tet den 3. Afrika-Tag in der Gemeinde Wus­ter­mark vor. Er fin­det am 30. Mai von 14 bis 18 Uhr an der Kir­che Els­tal, Karl-Lieb­knecht-Platz 2, statt. Der 3. Afrika-Tag bie­tet Kunst­hand­werk und Kuli­na­ri­sches aus Kame­run sowie Infor­ma­tio­nen über die Ver­eins­pro­jekte und lädt zu Gesprä­chen mit Gäs­ten aus Kame­run ein.

PAWLO-Masoso e.V. betei­ligt sich sowohl an der Bran­den­bur­gi­schen Frau­en­wo­che 2026 als auch an den Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus. Zur Frau­en­wo­che lädt der Ver­ein zum Work­shop „Unse­rer Wut Flü­gel geben“, ein Inter­view­trai­ning für Frauen mit Flucht-/Mi­gra­ti­ons­bio­gra­fie und Ras­sis­mus­er­fah­rung, am 5. März, 18 – 20 Uhr ein (Char­lot­ten­straße 90/​91). Zu den Wochen gegen Ras­sis­mus eröff­net er am 17. März um 17 Uhr an glei­cher Stelle die Aus­stel­lung „Eine pan­afri­ka­ni­sche Frau­en­per­spek­tive“ unter Teil­nahme der frü­he­ren EU-Abge­ord­ne­ten Dr. Pier­rette Herz­ber­ger-Fofana ein. Wei­tere Ter­mine: 21. März, 17 – 20 Uhr, Podi­ums­dis­kus­sion zum struk­tu­rel­len, insti­tu­tio­nel­len und All­tags­ras­sis­mus mit Akteur*innen aus Bran­den­burg (in Koope­ra­tion mit dem Migran­ten­bei­rat Pots­dam (tbc)); 28. März, 14 – 17 Uhr, Wut-Auf-Dru­cken: Work­shop für Kin­der Jugend­li­che für Anti-Ras­sis­mus, Würde und Viel­falt mit Bil­dungs­re­fe­ren­tin Vir­gi­nia Hetze; 28. März, 14 – 20 Uhr Forum zu Schule, For­schung, Medien und Rassismus.

Villa Fohrde setzt die monat­li­chen „BNE-Mit­tags­snacks“ fort. In 45 Minu­ten bie­ten sie online inter­es­sante Impulse, prak­ti­sches Wis­sen und fri­sche Metho­den rund um Bil­dung für nach­hal­tige Ent­wick­lung in Bran­den­burg. Ein­fach zuhö­ren, nach­fra­gen oder Erfah­run­gen tei­len – ganz ohne Anmeldung.

Die RAA Bran­den­burg will Bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen im Grü­nen Klas­sen­zim­mer der Lan­des­gar­ten­schau 2027 in Wit­ten­berge anbie­ten. Dafür sucht sie bereits jetzt Referent*innen zu The­men wie Kli­ma­ge­rech­tig­keit, glo­bale Zusam­men­hänge, SDGs usw. Inter­es­sierte wen­den sich an Erbin Dikon­gué, e.dikongue@raa-brandenburg.de.

Stif­tung für Enga­ge­ment und Bil­dung (StEB e.V.) sucht sofort frei­be­ruf­li­che Bildungsreferent*innen für Schul­pro­jekt­tage poli­ti­scher Bil­dung (Nach­hal­tig­keit, Demo­kra­tie, Medi­en­kom­pe­ten­zen) auf Hono­rar­ba­sis (plus Rei­se­kos­ten). Infos ste­hen online, Bewer­bung an l.pritzkau@steb-ev.org.

 

Eine-Welt-Promotor*innen

Das Promotor*innen-Team unter­stützt das Fes­ti­val „Soli­da­ri­tät macht uns stark“ von Open Dreams Bran­den­burg e.V. bei den dies­jäh­ri­gen Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus. Open Dreams agiert als Platt­form für die soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung demo­kra­ti­scher Kräfte. Die Ver­an­stal­tung am 27. März, 15 – 22 Uhr, in der Klos­ter­straße 14 in Brandenburg/​Havel ist offen für Men­schen mit Migra­ti­ons­er­fah­rung, Kin­der und Jugend­li­che, Fami­lien, Enga­gierte aus Zivil­ge­sell­schaft, Sport- und Kul­tur­ver­ei­nen oder Demo­kra­tie-Netz­wer­ken. Das Pro­gramm umfasst Musik- und Tanz­per­for­man­ces, kuli­na­ri­sche Genüsse, krea­ti­ves Spie­len sowie ein Podi­ums­ge­spräch zum Erfah­rungs­aus­tausch. Das Fes­ti­val will Begeg­nung ermög­li­chen, Dia­log för­dern und Ver­ständ­nis unter­ein­an­der stär­ken. Anmel­dun­gen sind online mög­lich.

Globales Lernen

Bildungsakteur*innen, die Nach­hal­tig­keit und BNE im Sinne des Whole Insti­tu­tion Approach stär­ker in ihre Arbeit und in ihrer Orga­ni­sa­tion ver­an­kern möch­ten, haben in der berufs­be­glei­ten­den Wei­ter­bil­dung „Vier Plus“ der Bran­den­bur­ger Ser­vice­stelle BNE Gele­gen­heit, die hier­für wich­ti­gen Schrit­ten pra­xis­nah zu erler­nen und zu erpro­ben. Die Wei­ter­bil­dung beginnt im Mai – Online-Anmel­dun­gen sind ab sofort mög­lich.

Einen Demo­kra­tie-Work­shop Schüler*innen bie­tet die Deut­sche Gesell­schaft für die Ver­ein­ten Natio­nen an. Sie arbei­ten zu den The­men Demo­kra­tie, (inter­na­tio­nale) Zusam­men­ar­beit und Ver­einte Natio­nen und erfah­ren, wie wich­tig Zuhö­ren, Kom­pro­misse und faire Entschei­dungen sind – im per­sön­li­chen Umfeld wie auch auf inter­na­tio­na­ler Ebene. Infos und Mate­ria­len sind online erhältlich.

Die bun­des­wei­ten BNE-Wochen 2026 haben am 1. März begon­nen. Das dezen­trale Ver­an­stal­tungs­for­mat(bis 31. Mai) rich­tet sich an Initia­ti­ven aus allen Bil­dungs­be­rei­chen und stel­len das Enga­ge­ment der BNE-Akteur*innen vor Ort vor.

 

BREBIT

„Wie bewe­gen wir die Welt?“ BRE­BIT-Pro­jekt­tage für die 2. Schul­jah­res­hälfte sind buch­bar – für alle Schul­for­men und Alters­grup­pen geeig­net. Mehr Infos und die Buchung der Ange­bote auf der BRE­BIT-Ange­bots­seite. Bei Fra­gen wen­den Sie sich bitte an info@brebit.org.

Ein inhalts­rei­ches Netz­werktref­fen „Trans­for­ma­ti­ves Glo­ba­les Ler­nen“ fand am 23. Februar in der Villa Fohrde statt. Es dis­ku­tierte stra­te­gi­sche Fra­gen und lernte den päd­ago­gi­schen Ansatz der Villa Fohrde sowie die Arbeit der regio­na­len BNE-Ser­vice­stelle Nord-West bes­ser ken­nen. Das nächste Tref­fen fin­det am 7. Mai 2026 statt. Nähere Infor­ma­tio­nen auf Anfrage an: m.freudenschuss@brebit.org.

 

NRO und Politik

Zum Stra­te­gie­tref­fen der (ost­deut­schen) Zivil­ge­sell­schaft am 20. März 2026 in Leip­zig lädt die Ama­deu-Anto­nio-Stif­tung ein. Es dient der inhalt­li­chen, stra­te­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Zusam­men­ar­beit vor allem mit Blick auf Land­tags- und Kom­mu­nal­wah­len in Ost­deutsch­land. Das Tref­fen mit Impuls, Dis­kus­sion und Work­shops rich­tet sich vor allem an zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen und lan­des­weite Netz­werke in Bran­den­burg, Sach­sen, Thü­rin­gen, Sach­sen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Ras­sis­mus wird in deut­schen Behör­den oft als inpi­du­el­les Fehl­ver­hal­ten Ein­zel­ner gese­hen, nicht als struk­tu­rel­les Pro­blem, das ganze Orga­ni­sa­tio­nen betrifft. Zu die­sem Befund kommt das am 17. Februar vor­ge­stellte Abschluss­be­richt der Stu­die „Insti­tu­tio­nen und Ras­sis­mus“ (InRa). Über drei Jahre unter­such­ten sie Ras­sis­mus in Job­cen­tern, Aus­län­der­be­hör­den, bei Poli­zei und Zoll, in Jus­tiz, Gesundheits‑, Jugend- und Ord­nungs­äm­tern sowie in der Sozia­len Arbeit. Ras­sis­mus in Behör­den zeigt sich dem­nach in Rou­ti­nen, Ent­schei­dungs­spiel­räu­men und in der Organisationskultur.

Der Angriff auf Iran sei­tens Israel und der USA stellt für den Bun­des­ver­band VENRO eine völ­ker­rechts­wid­rige Kriegs­hand­lung dar. In einer Pres­se­er­klä­rung äußert er Sor­gen vor einer weit­rei­chen­den Destabilisierung.

Wie wirkt sich der Kli­ma­wan­del auf Men­schen im Glo­ba­len Süden aus? Meist wird in Deutsch­land über die Fol­gen vor der eige­nen Haus­tür dis­ku­tiert. Aber: Die digi­tale Vor­trags­reihe „Glo­bal Per­spec­ti­ves on Cli­mate Jus­tice“ erwei­tert den Blick um die Per­spek­ti­ven von Refe­rie­ren­den aus Län­dern wie Boli­vien, Süd­afrika, Ghana, Indo­ne­sien und Indien. Eine Ver­an­stal­tung von: Eine-Welt-Lan­des­netz­werk MV, Zen­trum für Öko­lo­gie, Natur- und Umwelt­schutz, Frei­ber­ger Agenda 21 und Säch­si­sche Ent­wick­lungs­po­li­ti­sche Bil­dungs­tage (SEBIT).

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz (CDU) den neuen Rat für Nach­hal­tige Ent­wick­lung für drei Jahre beru­fen. Acht Per­so­nen wur­den neu in das 15-köp­fige Gre­mium auf­ge­nom­men, sie­ben Mit­glie­der set­zen ihre Arbeit fort. Der Rat hat bei sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung sei­nen Vor­sitz gewählt: Gerald H. Haug ist Vor­sit­zen­der, sein Stell­ver­tre­ter ist der bis­he­rige Vor­sit­zende, Rei­ner Hoff­mann. VENROB mahnt an, dass die Neu­be­ru­fung des Nach­hal­tig­keits­ra­tes nicht zu einer ein­sei­ti­gen Fokus­sie­rung auf öko­no­mi­sche Wett­be­werbs­fä­hig­keit füh­ren darf, wäh­rend die glo­bale Dimen­sion der SDGs und die soziale Gerech­tig­keit ins Hin­ter­tref­fen gera­ten. Wir for­dern vom neuen Gre­mium eine starke Stimme für die zivil­ge­sell­schaft­li­che Basis, damit die prak­ti­sche glo­bale Gerech­tig­keits­ar­beit vor Ort nicht hin­ter rein tech­no­kra­ti­schen Stra­te­gien verschwindet.

„Das glo­bale Men­schen­rechts­sys­tem ist in Gefahr“, kon­sta­tiert Phil­ippe Bolo­pion, Exe­cu­tive Direc­tor von Human Rights Watch, zur Vor­stel­lung des Human Rights Watch World Report 2026. Der Bericht belegt die welt­weite Ver­schlech­te­rung der Lage der Menschenrechte.

Der nächste Welt­Weit­Wis­sen-Kon­gress fin­det vom 14. bis 16. Sep­tem­ber in den media docks in Lübeck statt. Das Bünd­nis Eine Welt Schles­wig-Hol­stein lädt dazu ein, sich mit Pra­xis­bei­trä­gen, Work­shops, Dis­kus­si­ons­for­ma­ten oder inno­va­ti­ven Impul­sen zu betei­li­gen. Bewer­bungs­schluss ist der 31. März. Infos auf der Kon­gress-Web­site.

Die Neu­aus­rich­tung der Ent­wick­lungs­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung in Folge sin­ken­der Haus­halts­mit­tel ist umstrit­ten. Auf der Inter­net­seite des BMZ erklärt Staats­se­kre­tär Niels Annen, was der Bund mit der Reform errei­chen will. 

Der Ver­ein glo­kal star­tet erneut seine erprobte Qua­li­fi­zie­rungs­reihe „Auf Augen­höhe?“, die sich auf die Ent­wick­lung einer ras­sis­mus­kri­ti­schen und empowern­den Part­ner­schafts­ar­beit in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit kon­zen­triert. Bewer­bungs­schluss ist der 22. März.

Deutsch­lands Rei­che die­nen sich den Rechts­extre­men an: Die Groß­spen­den an die AfD stie­gen 2025 auf mehr als fünf Mil­lio­nen Euro. So kann die Par­tei allein in den Land­tags­wahl­kampf für Sach­sen-Anhalt 1,5 Mil­lio­nen Euro ste­cken, hat die Kam­pa­gnen-Platt­form Cam­pact fest­ge­stellt. Sie will mit Ver­an­stal­tun­gen und auf­klä­ren­der Wer­bung dage­gen­hal­ten und hat einen „NoAfD-Fonds“ gegründet.

Die Bun­des­re­gie­rung muss das Kli­ma­schutz­pro­gramm bis zum 25. März beschlie­ßen. Darin sind in allen Sek­to­ren wirk­same Maß­nah­men zusam­men­ge­fasst, damit Deutsch­land die Kli­ma­ziele bis 2030 und 2040 errei­chen kann. Die Klima-Alli­anz Deutsch­land ruft daher zu öffent­li­chem Druck sei­tens der Umwelt- und Kli­ma­schutz­ak­teure auf. Für die Mit­glie­der, zu denen auch VENROB zählt, steht Mate­rial für die Öffent­lich­keits­ar­beit bereit.

Die BAG EJSA setzt im Rah­men des Bun­des­pro­gramms „Gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt – Vor Ort. Ver­netzt. Ver­bun­den.“ Pro­jekt­schmie­den um. Sie för­dern, beglei­ten und qua­li­fi­zie­ren Akteur*innen aus der Inte­gra­ti­ons­ar­beit. Der nächste Work­shop fin­det vom 16. bis 19. März in Greifs­wald statt.

Bis zum 31. März 2026 kön­nen sich Städte, Gemein­den und Land­kreise aus ganz Deutsch­land für den Wett­be­werb „Kli­ma­ak­tive Kom­mune 2026“ bewer­ben. Gesucht wer­den erfolg­reich umge­setzte, inno­va­tive und wirk­same Kli­ma­schutz­pro­jekte zur Ver­mei­dung oder Redu­zie­rung von Treibhausgasemissionen.

Am 21. Novem­ber 2026 fin­det Deutsch­lands ein­zige Fach- und Job­messe für Inter­na­tio­nale Per­so­nelle Zusam­men­ar­beit „Enga­ge­ment Welt­weit 2026“ in Sieg­burg statt. Die Messe bringt Orga­ni­sa­tio­nen der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit mit Fach- und Nach­wuchs­kräf­ten zusam­men. Die Anmel­dung ist ab sofort möglich.

 

Veranstaltungen & digitale Angebote

VENROB bie­tet online einen aktu­el­len Ver­an­stal­tungs­ka­len­der.
Möch­ten Sie eine eigene Ver­an­stal­tung bewer­ben? Dann tra­gen Sie diese ein­fach hier in unse­ren Kalen­der ein. 

9. – 10.3., Brandenburg/​H.: Fach­kon­fe­renz zu Anti­se­mi­tis­mus: Fak­ten, Mythen, Israel-Bas­hing. Her­aus­for­de­run­gen in der Bil­dungs­ar­beit (in Bran­den­burg); Infos und Anmeldung

10.3., 10 – 14 Uhr, online: Fit für die Part­ner­schaft: Von der Situa­ti­ons­ana­lyse zu gemein­sa­men The­men­schwer­punk­ten; Infos und Anmeldung

10.3., 13 – 13.45 Uhr, online: BNE-Mit­tags­snack: Men­schen inspi­rie­ren – mit Zukunfts­bil­dern & Real­uto­pien ermu­ti­gen; Infos und Anmeldung 

10.3., 19 – 20.30 Uhr, online: Grüne Ener­gie auf Kos­ten der Selbst­be­stim­mung? Infos und Anmeldung

11.3., 12 – 13.30 Uhr, online: Wirk­same Ansätze für demo­kra­ti­sches Gestal­ten aus Ost­deutsch­land, Teil 4: Schein­wer­fer an – Inter­es­sen wirk­sam in Poli­tik und Ver­wal­tung ver­tre­tenInfos und Anmeldung

11. – 12.3., online: Erstel­lung der Con­cept Note bei den DGs INTPA+ENEST+MENA– Ein pra­xis­ori­en­tier­tes Antrags­se­mi­nar; Infos und Anmeldung

14.3., 14 Uhr, Pots­dam: Prüf heute – schütz mor­gen (Demons­tra­tion); Infos und Anmeldung

17.3., 9.30 – 12.30 Uhr, online: Antrags­se­mi­nar — Koor­di­na­tion kom­mu­na­ler Ent­wick­lungs­po­li­tikInfos und Anmeldung

17.3., 9.30 – 12.30 Uhr, online: Kom­mu­nale Ent­wick­lungs­po­li­tik erfolg­reich kom­mu­ni­zie­ren: Stra­te­gien und Argu­mente; Infos und Anmeldung

18.3., 12 – 13.30 Uhr, online: Wirk­same Ansätze für demo­kra­ti­sches Gestal­ten aus Ost­deutsch­land, Teil 5: Das Feuer löschen – Dees­ka­la­tive Kon­flikt­be­ra­tungInfos und Anmeldung

18.3., 13 – 14 Uhr, online: DEFY: The End of the Story? Les­sons, Prac­ti­ces, and Ques­ti­ons from Three Years of Working with Dif­fi­cult Know­ledge and Dis­com­fortInfos und Anmeldung

18.3., 16 – 19 Uhr, Ber­lin: The Drip: Voices On Water, Labor and Sus­taina­bi­lity in the Fashion Indus­try; Infos und Anmeldung 

18.3., 19 Uhr, Pots­dam: Das Frie­dens­gut­ach­ten 2025 – Aus­blick auf aktu­elle Erkennt­nisse; Infos und Anmeldung

19.3., 9.45 – 17.15 Uhr: Hand­lungs­kon­zepte für den Umgang mit men­schen­ver­ach­ten­den, demo­kra­tie­feind­li­chen und rechts­extre­men Phä­no­me­nen in Jugend(sozial)arbeit (Auf­takt eines fünf­tei­li­gen Kur­ses); Infos und Anmeldung

19.3., 10.30 Uhr, Neu­rup­pin: Ein­wei­hung der Tole­ranz­bank in Neu­rup­pin; Infos und Anmeldung

20.3., 10 – 12 Uhr, online: Bil­dung für Ver­bun­den­heit und Wan­del – Impulse aus dem DEFY-Pro­jekt für die Bil­dungs­pra­xis; Infos und Anmeldung

11.4., 14 Uhr, Temp­lin: Demo­kra­tie­fest in Temp­lin; Infos und Anmeldung

14.4., 13 – 13.45 Uhr, online: BNE-Mit­tags­snack: Nach­hal­tige KI in der Bil­dung – Tipps, Risi­ken & Poten­ziale; Infos und Anmeldung 

22.4., 11.30 – 17.30 Uhr, online: Trans­for­ma­tion Liter­acy Con­fe­renceInfos und Anmeldung

24. – 25.4., Ber­lin: Wis­sens­aus­tausch und dau­er­hafte posi­tive Wir­kun­gen in der Pro­jekt­ar­beit: Umset­zung der VENRO Leit­li­nien in der Pra­xis; Infos und Anmel­dung bis 31. März

29.4., 9 – 16 Uhr, Ber­lin: Kuba-Fach­tag – Soli­da­ri­tät mit den Men­schen in Kuba; Anmel­dung bis 15.4. an christine.lawrenz@brot-fuer-die-welt.de

 

VENROB-Mitglieder reden mit. Und Ihr?

Einladung zum Mitmachen bei VENROB – dem wichtigsten entwicklungspolitischen Netzwerk in Brandenburg

Macht mit bei VENROB – dem wich­tigs­ten ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Netz­werk in Bran­den­burg: Ein­zel­per­so­nen oder Ver­ein, Ein­rich­tung, Initia­tive, Unter­neh­men (mit Sitz oder wesent­li­cher Tätig­keit in Brandenburg). 

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Impressum

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E‑Mail: info@venrob.dewww​.ven​rob​.dewww​.face​book​.com/​v​e​n​r​o​b.e.v.; V.i.S.d.P.: Alex­an­der Engels; Sprecher*innenrat: Bar­bara Neu­bert, Mari­anne Balle Mou­do­um­bou, Dr. Marius Haber­land, Fatuma Musa Afrah, Annika Sut­ter, Alex­an­der Engels. Der Ver­ein ist ein­ge­tra­gen im Ver­eins­re­gis­ter beim Amts­ge­richt Pots­dam (VR 1736).

VENROB e.V. ist als gemein­nüt­zig aner­kannt unter Steu­ernr. 046/​141/​00619 beim Finanz­amt Potsdam/​Stadt. Bankverbindung/​Spendenkonto: GLS Bank, IBAN DE14 4306 0967 1330 7360 00, BIC: GENODEM1GLS.

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Redak­ti­ons­schluss für den nächs­ten B‑B-Rund­brief: 10. April 2026. 

Kon­takt: rundbrief@venrob.de