Filmgespräch global zu dem Dokumentarfilm „I am the River. The River is Me.”
Indigene Perspektiven aus dem Globalen Süden: Naturrechte als Schlüssel zu ökologischer Sicherheit?
Dokumentarfilm 2025, 88 Minuten, Regie: Petr Lom
Aus der indigenen Perspektive Neuseelands eröffnet der Film einen faszinierenden Blick auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er lädt dazu ein, die Umwelt nicht länger als bloße Ressource zu betrachten, sondern als lebendiges Gegenüber – als Teil eines Ganzen, mit dem wir tief verbunden sind. Angesichts der ökologischen Krisen unserer Zeit wirft der Film eine drängende Frage auf: Welche Rechte hat die Natur – und welche Verantwortung tragen wir Menschen?
Im anschließenden Filmgespräch vertiefen spannende Gäste diese Perspektive: Dr. Jenny García Ruales berichtet über indigene Initiativen im Amazonasgebiet, die sich für die Rechte von Flüssen, Wäldern und Ökosystemen einsetzen. Christine Ax vom Netzwerk Rechte der Natur e.V. gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen in Europa und Deutschland. Kaa Faensen, bekannt durch den Podcast Spreecast und ihr Engagement bei der Initiative Rechte der Spree, zeigt Möglichkeiten auf, selbst aktiv zu werden. Gemeinsam mit Katja Böhm aus dem Team Naturschutz des Naturparks Barnim diskutieren wir außerdem, welche Bedeutung diese Ideen für unsere Region haben.
Die Veranstaltung ist kostenlos und lädt mit Snacks und der Bar des Kulturbahnhofs zu einem informellen Ausklang ein.
Gäste
Dr. Jenny García Ruales ist Rechtsanthropologin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Aktivismus. In ihrer Forschung untersucht sie die Wechselwirkungen zwischen Indigenen Kosmomaterialitäten und Rechtsverständnissen im Amazonas, die Rechte der Natur sowie interkulturelle Übersetzungen nach Europa. Zudem ist sie Expertin für interkulturelle Gerichtsverfahren.
Christine Ax studierte Politik, Philosophie und Volkswirtschaftslehre, machte anschließend eine Ausbildung zur Journalistin und war beruflich für Umweltbehörden und andere Umweltorganisationen tätig. Sie forscht seit 20 Jahren zu Themen der nachhaltigen Entwicklung, nachhaltigem Wirtschaften und ist Autorin einer Vielzahl von Büchern und Aufsätzen rund um das Thema Nachhaltigkeit, Postwachstum und Zukunftsfähigkeit. 2020 gründete sie das „Netzwerk Rechte der Natur“ mit und ist seit 2023 erste Vorsitzende des Vereins.
Kaa Faensen ist Berlinerin und multidisziplinär tätige Begleiterin von Veränderungsprozessen mit breitem Erfahrungshintergrund in Organisationsentwicklung und regenerativem Design. kaa’s Fokus liegt auf partizipativen Ansätzen und sozial-ökologischer Transformation. Sie hat sich intensiv mit naturbezogenen Glaubensansätzen und Praktiken beschäftigt. kaa ist Teil der Initiative „Rechte der Spree“, betreibt den Podcast „Spreecast“ und unterstützt naturraumbezogene Hüter*innenschaft im Wassereinzugsgebiet der Spree und der Havel.
Katja Böhm, Koordinatorin Natura2000-Umsetzung und Landnutzung / nachhaltige Gebietsentwicklung, Naturpark Barnim.
Moderation: Dr. Christina Ayazi
Zusammenarbeit
Die Veranstaltung ist Teil der Ökofilmgespräche 2026. Sie wird von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) in Kooperation mit dem Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz FÖN e.V. durchgeführt. Förderer der Ökofilmgespräche des FÖN sind das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLEUV) und die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.
Lokale Partner sind der Naturpark Barnim und der Kulturbahnhof Biesenthal.
Anmeldung
Weitere Informationen und Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung: Veranstaltung Detail — Engagement Global
- Ansprechpartner: Sabine Schepp
- E-Mail: aussenstelle.berlin@engagement-global.de
- Telefon: 030254823429
- Online-Anmeldung (URL): https://www.engagement-global.de/de/veranstaltung-detail/13911--filmgespraech-global-zum-dokumentarfilm-i-am-the-river-the-river-is-me


