Ende Juli kamen Vertreter*innen migrantischer und zivilgesellschaftlicher Organisationen mit Brandenburgs Minister für Arbeit, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke, SPD, zu einem offenen Austausch zusammen. Seitens des Ministeriums nahmen neben Minister Wilke für das MASGZ Kathrin Küster / Referat 18 Asylrecht, Aufnahme und Unterbringung, Ausländerleistungsrecht, Integration und Dina Ulrich / Referat 32 Arbeitsmarktintegration, Fachkräfte sowie Milena Manns / Büroleitung des Ministers teil.
Als Migrantisch Diasporische Selbstorganisationen waren vertreten M. Ballé Moudoumbou/ PAWLO e.V., H. Bluhm / Viet Hong e.V., I. Chienku / Refugees Emancipation e.V., Dr. E. Mulugeta / Löwenherz e.V., J.-P.- Nkuibo / FEM e.V., ergänzt durch S. Tegouffo / Teilhabe. Bottom-Up und J. Wiles / Eine-Welt-Promotorin bei VENROB e.V.
Im Mittelpunkt standen die persönlich und mit großer Sorge erlebten Auswirkungen aktueller bzw. anhaltender Umstrukturierungen auf die Teilhabe und Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen mit Migrationserfahrung sowie auf die Arbeit und Handlungsspielräume migrantischer Selbstorganisationen.
Die anwesenden MDSO unterstrichen dabei ihre Rolle als eigenständige zivilgesellschaftliche Akteur*innen, die politische Entwicklungen kritisch begleiten und ihre Erfahrungen, Perspektiven und Positionen aktiv und bereichsübergreifend in politische Prozesse einbringen müssen- im Interesse aller Menschen in Brandenburg.
Die Bereitschaft von Minister Wilke, sich auch sensiblen und äußerst kontroversen Themen zu stellen und den unterschiedlichen Perspektiven Raum zu lassen, wurde dabei würdigend anerkannt. Die Gesprächsteilnehmenden sehen in dem Dialog übereinkommend eine zentrale Voraussetzung für Verständigung und für inklusive und nachhaltige Lösungsgestaltung in diesem gesamtgesellschaftlich so entscheidendem Politikfeld mit seinen überaus realen unmittelbaren Auswirkungen insbesondere auf den Alltag migrantisierter Menschen in Brandenburg.
Positiv aufgenommen wurde das konkrete Angebot des Ministers, den Austausch zeitnah fortzusetzen. Ein weiteres Gespräch ist für Mitte November geplant. Die bislang beteiligten Organisationen wollen nun über inhaltliche Schwerpunkte und Anliegen für die weitere Gestaltung des Austauschs sowie einen geeigneten Ort beraten. Ziel ist, über vielfältige und inklusive Beteiligungsformate die anstehenden Herausforderungen und Zukunftschancen konkret und gemeinsam aufzugreifen und migrantische Perspektiven beherzt und wirkmächtig in die gesamtgesellschaftliche Debatte und politische Gestaltung Brandenburgs einzubringen.





