Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft. Gemeinsames Statement 23.02.2026

Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft

Zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen leis­ten einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag für Demo­kra­tie, gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und Teilhabe.

In Bran­den­burg enga­gie­ren sich tau­sende Ehren­amt­li­che in der poli­ti­schen Bil­dung, im Umwelt- und Natur­schutz, in der Sozial- und Jugend­ar­beit sowie im Ein­satz gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Ausgrenzung.

Vor dem Hin­ter­grund aktu­el­ler par­la­men­ta­ri­scher Debat­ten zur För­de­rung die­ser Arbeit bezie­hen zahl­rei­che Orga­ni­sa­tio­nen gemein­sam Stel­lung: Zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment ist keine Bedro­hung – son­dern eine tra­gende Säule der Demokratie.

Gemeinsames Statement zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Brandenburg

Zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen leis­ten einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag für Demo­kra­tie, gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und Teil­habe.
Sie schaf­fen Räume für Begeg­nung, poli­ti­sche Bil­dung (Ver­mitt­lung demo­kra­ti­scher Werte und Kom­pe­ten­zen), Enga­ge­ment und Unter­stüt­zung – in Städ­ten ebenso wie in länd­li­chen Regio­nen Brandenburgs.

In Bran­den­burg enga­gie­ren sich tau­sende Ehren­amt­li­che in der poli­ti­schen Bil­dung, der Demo­kra­tie­för­de­rung, im Umwelt- und Natur­schutz, in der Sozial- und Jugend(verbands)arbeit, in der Bera­tung von Betrof­fe­nen, in der freien und gemein­nüt­zi­gen Wohl­fahrts­pflege sowie im Ein­satz gegen Dis­kri­mi­nie­rung, für Men­schen­rechte, Gleich­stel­lung und gesell­schaft­li­che Teilhabe.

Diese Arbeit erreicht Men­schen aller Gene­ra­tio­nen und Lebens­la­gen – auch dort, wo staat­li­che Ange­bote allein nicht aus­rei­chen. Gerade in einem Flä­chen­land im tief­grei­fen­den Struk­tur­wan­del ist diese Reich­weite von unschätz­ba­rem Wert.

Warum zivilgesellschaftliches Engagement unverzichtbar ist

Ein zen­tra­ler Erfolgs­fak­tor zivil­ge­sell­schaft­li­cher Arbeit ist das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment (frei­wil­li­ger, unbe­zahl­ter Ein­satz für das Gemein­wohl).
Tau­sende Enga­gierte brin­gen Zeit, Wis­sen und Erfah­rung ein und ver­viel­fa­chen so die Wir­kung öffent­li­cher Förderung.

Jeder inves­tierte Euro ent­fal­tet dadurch eine weit über­pro­por­tio­nale gesell­schaft­li­che Wir­kung – getra­gen von Ver­ant­wor­tung, Fach­lich­keit und lang­fris­tig gewach­se­nen Netz­wer­ken.
Zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen stär­ken demo­kra­ti­sche Werte im All­tag, för­dern Betei­li­gung, ermög­li­chen Prä­ven­tion und leis­ten kon­struk­tive Konfliktbearbeitung.

Alle unter­zeich­nen­den Orga­ni­sa­tio­nen eint das Enga­ge­ment für ein demo­kra­ti­sches, fried­li­ches und soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der sowie ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis von Respekt und Tole­ranz.
Ziel die­ser Arbeit ist es, zu ver­bin­den statt zu spal­ten, Teil­habe zu ermög­li­chen und Demo­kra­tie erfahr­bar zu machen.

Aktueller Anlass: Parlamentarische Debatte zur Förderung zivilgesellschaftlicher Arbeit

Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len par­la­men­ta­ri­schen Debatte zur staat­li­chen För­de­rung zivil­ge­sell­schaft­li­cher Orga­ni­sa­tio­nen in Bran­den­burg beob­ach­ten wir die Ent­wick­lun­gen mit gro­ßer Sorge.

Die staat­li­che För­de­rung erfolgt auf kla­rer recht­li­cher Grund­lage, pro­jekt­be­zo­gen oder insti­tu­tio­nell, trans­pa­rent und über­prüf­bar.
Sie begrün­det weder poli­ti­sche Steue­rung noch Abhän­gig­keit. Zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen sind eigen­stän­dige Akteure, in denen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Ver­ant­wor­tung übernehmen.

In vie­len Fäl­len ver­tre­ten sie die Inter­es­sen gesell­schaft­lich mar­gi­na­li­sier­ter Grup­pen und set­zen sich für den Schutz natür­li­cher Lebens­grund­la­gen ein. Dadurch wer­den Unge­rech­tig­kei­ten abge­baut und Grund­rechte gestärkt – The­men, die im poli­ti­schen All­tag oft zu wenig Gehör finden.

Wir stel­len klar:
Zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment ist kein Pro­blem – son­dern eine tra­gende Säule unse­rer Demokratie.

Unsere Erwartungen an die Landespolitik

Von der Lan­des­po­li­tik erwar­ten wir:

  • Unter­stüt­zung und Rücken­de­ckung für demo­kra­tie­för­dernde, zivil­ge­sell­schaft­li­che Arbeit
  • eine sach­li­che und fak­ten­ba­sierte Debatte über För­de­rung und Transparenz
  • eine lang­fris­tige und ver­läss­li­che Finan­zie­rung demo­kra­ti­scher und zivil­ge­sell­schaft­li­cher Strukturen

Eine starke, viel­fäl­tige und kri­ti­sche Zivil­ge­sell­schaft ist Vor­aus­set­zung für eine wehr­hafte, plu­rale Demo­kra­tie.
Bran­den­burg braucht Men­schen, die sich ein­mi­schen, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Zivil­cou­rage zei­gen – gegen Gewalt, Dis­kri­mi­nie­rung, Hass und Ausgrenzung.

Vollständiges Statement als PDF

Das voll­stän­dige gemein­same State­ment aller unter­zeich­nen­den Orga­ni­sa­tio­nen steht hier als PDF zum Down­load zur Verfügung:

Zivilgesellschaft lebt vom Mitmachen

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