VENROB FEB Ausgabe 2 (2012) | made in Brandenburg – Die Entwicklungspolitischen Leitlinien der LandesregierungFEB Aus­gabe 2 (2012)

Forum Entwicklungspolitik Brandenburg

wird her­aus­ge­ben vom VENROB e.V.
FEB Aus­gabe 2 (2012)
Heike Möl­ler (Hrsg.)
“made in Bran­den­burg
Die Ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Leit­li­nien der Lan­des­re­gie­rung”
© Welt­Trends, Pots­dam 2012
ISBN 978 – 3‑941880 – 53‑5
47 Sei­ten /​ kos­ten­frei
Bestel­lung: info@venrob.org

Heike Möller (Hrsg)

made in BRANDENBURG
Die Entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung

Entwicklungspolitik made in Brandenburg

Der Maß­stab für Demo­kra­tie ist nicht der Krieg, son­dern der Hun­ger – so lau­tet eine Kern­these des bekann­ten Öko­no­men und Nobel­preis­trä­gers Amartya Sen. Kein Land mit einer demo­kra­ti­schen Regie­rungs­form und rela­ti­ver Pres­se­frei­heit sei je von einer schwe­ren Hun­gers­not heim­ge­sucht wor­den, argu­men­tiert er. Denn dort könne Poli­tik infrage gestellt und größte Not lang­fris­tig abge­wen­det werden.

Auch hier­zu­lande ist sie ein kost­ba­res Gut, die Demo­kra­tie, die es erlaubt, einen ganz­heit­li­chen Blick auf die Band­breite der mensch­li­chen Bedürf­nisse zu wer­fen, um zu erken­nen, wohin die Reise geht. Alle Lebens­be­rei­che unter­lie­gen einer stän­di­gen Ver­än­de­rung und es gilt stets, die Rah­men­be­din­gun­gen neu zu jus­tie­ren. In zivil­ge­sell­schaft­li­chen Pro­zes­sen wird im gro­ßen und klei­nen Rah­men daran gear­bei­tet, diese Dyna­mik in Worte und Hand­lungs­op­tio­nen zu über­set­zen – so gesche­hen im Land Bran­den­burg. Das Ergeb­nis liegt hier und heute vor.

Die Ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Leit­li­nien der Lan­des­re­gie­rung, die am 31. Mai 2012 ver­ab­schie­det wur­den, sind das Kern­stück die­ser Bro­schüre. Anhand des Pro­to­kolls vom 3. Round Table kön­nen die Lese­rin­nen und Leser den kon­struk­ti­ven Dis­kurs mit den Akteu­ren der bran­den­bur­gi­schen Ent­wick­lungs­po­li­tik nach­voll­zie­hen. Minis­ter Christoff­ers, des­sen Res­sort Wirt­schaft und Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten beim Zustan­de­kom­men die Feder­füh­rung über­nom­men hat, kom­men­tiert die Leit­li­nien ebenso wie alle im Land­tag ver­tre­te­nen poli­ti­schen Frak­tio­nen sowie einige Sta­ke­hol­der des Round Table. Abge­run­det wird das Heft mit einer Über­sicht zur Ent­wick­lung und zum Sta­tus quo der Leit­li­nien in den Bundesländern.

Leit­li­nien sind gemäß Defi­ni­tion keine recht­lich bin­den­den Richt­li­nien. Ihr Zweck besteht darin, Ori­en­tie­rung im Sinne von Ent­schei­dungs- und Hand­lungs­op­tio­nen zu geben und ethi­sche Maß- stäbe zu for­mu­lie­ren. Sie unter­lie­gen kei­ner Nor­mie­rung und sind des­halb von unter­schied­li­cher Aus­füh­rung und Qua­li­tät. Sie reflek­tie­ren in ers­ter Linie den fach­li­chen Ent­wick­lungs­stand, den soge­nann­ten State of the Art. Jetzt müs­sen sie mit prak­ti­schen Inhal­ten und Hand­lungs­an­wei­sun­gen gefüllt wer­den. Und davon gibt es viele!

Es hat Aus­wir­kun­gen, wenn wir unse­ren täg­li­chen Bedarf – als Kom­mu­nal­ver­wal­tung und als Pri­vat­per­son – mit fair gehan­del­ten Pro­duk­ten aus umwelt­freund­li­cher und nach­hal­tig ori­en­tier­ter Pro­duk­tion bestü­cken. Es hat auch Aus­wir­kun­gen, wie bewusst wir mit unse­rem Ener­gie­be­darf – sei es als Kom­mune oder als Pri­vat­per­son – umge­hen. Das Wis­sen um Ein­spa­run­gen und unse­ren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­tritt kön­nen wir jeder­zeit abru­fen.
Es bedarf staat­li­cher und zivil­ge­sell­schaft­li­cher Struk­tu­ren, um ein zukunfts­fä­hi­ges Gemein­wohl zu orga­ni­sie­ren. Und das nicht nur vor unse­rer Haus­tür, son­dern in unse­rer Einen Welt!

Heike Möl­ler, Pots­dam im Dezem­ber 2012